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Fachberatungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt
Interkulturelle Beratungsstelle

Frauenberatung TARA ist eine von fünf Fachberatungs- und Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt in Berlin. Frauenberatung TARA ist dabei eine interkulturelle Kontakt- Anlauf- und Beratungsstelle für Frauen, die in einer konflikthaften Beziehung leben, bedroht, geschlagen oder misshandelt werden. Wir wollen Frauen die Möglichkeit geben, ihre Situation zu überdenken und Wege aus der Gewaltsituation zu suchen.

Körperliche und seelische Gewalt von Männern an Frauen und Kindern findet in allen Gesellschaften und sozialen Schichten statt. Vielen Frauen ist es unangenehm in so eine Situation geraten zu sein. Zu den Schwierigkeiten mit dem Partner kommt häufig zusätzlich die Angst, ganz anders als andere Frauen zu sein. Scham und Schuldgefühle machen es schwer, über die Erfahrungen zu sprechen.

Frauenberatung TARA bietet als Anlaufstelle Unterstützung bei den auftauchenden Problemen in dieser Lebenssituation. Bei entsprechender Meldung durch die Polizei werden Frauen, die im Rahmen eines Polizeieinsatzes ihr Einverständnis erklärt haben, von uns auch proaktiv, angerufen, um Sie über mögliche Schritte zu beraten.

Einige Mitarbeiterinnen der Frauenberatung TARA verfügen über therapeutische Zusatzqualifikationen und bieten auch längere Beratungsreihen an, z.B. als Klärungshilfe in ambivalenten Gefühlssituationen.

Frauen, die sich an Frauenberatung TARA wenden, bringen verschiedene kulturelle Hintergründe mit. Auch die Mitarbeiterinnen von Frauenberatung TARA kommen aus unterschiedlichen kulturellen Traditionen. Dadurch haben wir die Möglichkeit Frauen in Englisch sowie muttersprachlich in Deutsch, Türkisch und Persisch zu beraten. Insbesondere hierdurch besteht ein Wissen um die Situation von Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Das Team von Frauenberatung TARA befindet sich in einem ständigen Reflektionsprozeß, in dem wir z.B. Missverständnisse, die eigene kulturelle Identität, die eigene Haltung zu Minderheiten, eigene Ausgrenzungserfahrungen und die eigenen Ressourcen beleuchten.

Zu unserem Selbstverständnis gehört es, ressourcenorientiert zu beraten und so auch auf Migrationserfahrungen, kulturelle Hintergründe und individuelle Biographien sowie auf die soziale Situation zu achten und die Unterstützungsangebote mit den Frauen entsprechend gemeinsam zu entwickeln.

Angesichts der Tatsache, dass wir in Deutschland in einer multikulturellen Gesellschaft leben, kann Beratung unseres Erachtens nur mit Respekt und unter Berücksichtigung gegenüber der jeweiligen aktuellen Situation, der Biographie und dem kulturellen Hintergrund der Frau erfolgen. Alle Menschen sind gleichwertig und verdienen mit ihrer unterschiedlichen Herkunft und Lebensgeschichte gleiche Beachtung und Respekt. Aus dieser Haltung heraus werden Frauen unterschiedlicher religiöser, kultureller, sexueller und subkultureller Orientierung und Herkunft von uns beraten und unterstützt.

In politischen Gremien und durch Öffentlichkeitsarbeit thematisieren wir die kulturellen Hürden für Migrantinnen in Verbindung mit rechtlichen Hindernissen und gesellschaftlichen Tabus.